Mitgliederversammlung 2012
22.10.2012

Langjährige Weggefährten Martin Steidler (links) und Hans Hackl (rechts)

Generationswechsel an der Spitze des Verbandes
Johann Hackl tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück

Nach 18 Jahren an der Spitze bzw. als 2.Vorsitzender des Bayerischen Verbands Schlaganfallbetroffener e.V. hat Johann Hackl zum 31.12.2012 seinen Rücktritt erklärt.

Seine Krankheit, die fortschreitenden Einschränkungen seiner Beweglichkeit sowie die stetig stärker werdenden Schmerzen machten es ihm nahezu unmöglich, sein Amt als 2.Vorsitzender weiter auszuführen. Das Alter fordere zwischenzeitlich seinen Tribut, so Hans Hackl in der Mitgliederversammlung am 22.10.2012. Der Vorsitzende, Martin Steidler, brauche an seiner Seite eine Unterstützung, die ihm leider nicht immer und nicht immer in ausreichender Weise zur Verfügung gestanden habe. Ohne Zweifel gebe es keinen besseren, geeigneteren, durch seinen beruflichen Werdegang hervorragenderen Vorsitzenden als Martin Steidler.

Deswegen hatte Hans Hackl sein Amt zur Verfügung gestellt und sich zugleich bei Martin Steidler aufrichtig für die viele Jahre lange kameradschaftliche Zusammenarbeit bedankt.

Für die vielen Jahre einer engen und freundschaftlichen Zusammenarbeit bedankte sich Martin Steidler im Namen aller Selbsthilfegruppen und Mitglieder. Er stellt klar, dass es ohne Hans Hackl keinen Bayerischen Verband Schlaganfallbetroffener sowie die eine oder andere Selbsthilfeguppe in Bayern nicht geben würde. Hans Hackl sei der Motor und Garant von der Realisierung der Ideen bis hin zu etablierten Strukturen gewesen und habe es mit seinem Charisma immer geschafft, Menschen für seine Überzeugungen gewinnen zu können. Steidler bedauerte es außerordentlich, dass nunmehr der Zeitpunkt gekommen sei, an dem sich Hans Hackl weitgehend von seinen Ämtern zurückziehe Auch in schwierigen Zeiten sei Hans Hackl der Fels in der Brandung für den Erfolg des Verbandes gewesen. Nach fast 20 Jahren engster Zusammenarbeit, in früheren Zeiten vielfach mehrfachen Kontakten pro Tag, sei nunmehr der Tag gekommen, den er sich am wenigsten gewünscht habe, so der Vorsitzende des Verbandes.

Es wurde ihm unter dem Applaus aller Anwesenden der Dank für seine hervorragenden Verdienste um den Verband und die Selbsthilfegruppen ausgesprochen. Hans Hackl bleibt dem Verband als Ehrenvorsitzender erhalten und wird im Rahmen seiner gesundheitlichen Möglichkeiten auch weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.

Als Nachfolgerin wurde Claudia Huber von der Selbsthilfegruppe Kiefersfelden vorgeschlagen, die ab Januar 2012 kommissarisch das Amt der 2. Vorsitzenden einnehmen wird. Sie wurde von der Mitgliedersammlung einstimmig bestätigt.

Lieber Hans,
an dieser Stelle nochmals meinen allerherzlichsten Dank für Deine immer währende Freundschaft und Unterstützung. Zugleich unser aller höchste Anerkennung für Deine Leistungen um den Aufbau des Verbandes und vieler Selbsthilfegruppen in ganz Bayern.

Martin Steidler



Bayreuth gegen den Schlaganfall
01.10.2012

Frau Hohlbach-Jenzen von der Selbsthilfegruppe Bayreuth begrüßt die die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Frau Barbara Stamm.

Am 01.10.2012 fand in Bayreuth unter dem Motto "Bayreuth gegen den Schlaganfall" das Treffen der fränkischen Selbsthilfegruppen statt.

Unter den vielen Ehrengästen waren auch die Präsidentin des Bayer. Landtags, Barbara Stamm, die Oberbürgermeisterin von Bayreuth, Brigitte Merk-Erbe, der Präsident des ZSBS Dr. Norbert Kollmer, der Vorsitzende des Bayer. Schlaganfallverbandes, Herr Steidler, die Landtagsabgeordneten Hacker, Nadler und Rabenstein, sowie Prof. Dr. Werner Grüninger und Prof. Dr. Matthias Keidel. Zu Beginn der Veranstaltung spielten Mitglieder der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Bayreuth auf ihren selbstgefertigten Engelsharfen unter Leitung von Lothar Schön. Mit großer Begeisterung wurde das Dreigestirn und die Mohrenkrümel der Bayreuther Faschingsgesellschaft die Mohrenwäscher aufgenommen. Die Mohrenwäscher unter ihrem Präsidenten Völkel sorgten mit ihrem ganzen Team für einen reibungslosen Ablauf der Bewirtung der Gäste. Die Rettl aus dem Hummelgau, Siegfried Fuchs als Türmer und Nachtwächter und die fränkische Blasmusik "Die Wiesentaler" sorgten für gute Stimmung. Einen Ohrenschmauß bereitete zum Schluss noch der bekannte Zamirchor mit wunderbaren fränkischen Liedern.



München gegen den Schlaganfall
01.10.2012

Im Oktober 2010 startete die Aktion „München gegen den Schlaganfall“. Auftakt war eine gemeinsame Presseveranstaltung mit den Initiatoren der Kampagne. Mit einer breit angelegten Aufklärungsaktion soll die Bevölkerung über die Signale eines Schlaganfalls aufgeklärt werden und ggf. im Notfall adäquat damit umgehen können.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion durch die Deutsche Stiftung Neurologie, dem Pharmaunternehmen Boehringer-Ingelheim, den vier Münchner Stroke Units, dem Bayerischen Verband Schlaganfallbetroffener e.V. und der AOK Bayern. In der Zeit vom Oktober 2010 bis März 2011 wurde mit Hinweisen auf Infoscreen-Leinwänden in der Münchner U-Bahn und am Hauptbahnhof, in der Allianz-Arena sowie auf Linienbussen die Bevölkerung informiert. Jeder Schlaganfall ist ein Notfall und damit ein Fall für den Notarzt. Typische Symptome eines Schlaganfalls sind plötzliche Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle oder Sehstörungen. Eine akute Schlaganfallversorgung erfolgt am besten in einer speziellen Schlaganfallstation, der sog. Stroke Unit, wie sie in München an vier Standorten, nämlich im Krankenhaus Bogenhausen, Klinikum Großadern der LMU München, Klinikum rechts der Isar der TU München und Krankenhaus Harlaching vorgehalten werden. Bei der Versorgung gilt es das optimale Zeitfenster vom Eintreten des Schlaganfalls bis zur Versorgung im Krankenhaus von drei Stunden einzuhalten. Nur so könne die Chance auf eine optimale Versorgung gewährleistet werden, so die medizinischen Experten der Stroke Units. In vielen Fällen könnten bei einer rechtzeitigen Behandlung in Stroke Units heute die Folgen eines Schlaganfalls abgemildert werden.

Am 22. Februar 2011 bestand in der Fußgängerzone der Stadt München den ganzen Tag über für die Bürger und Bürgerinnen die Gelegenheit, sich umfassend zum Thema Schlaganfall zu informieren. Kostenlose Untersuchungen wie Blutdruckmessungen, Knöchel-Arm-Index-Messungen zur Erkennung von peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten sowie Risikotests wurden von Neurologen angeboten und von Vielen dankbar angenommen.

Die Deutsche Stiftung Neurologie und der Bayerische Verband Schlaganfallbetroffener e.V. haben eine vergleichbare Aktion in Bayreuth durchgeführt.




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