München gegen den Schlaganfall
01.10.2012

Im Oktober 2010 startete die Aktion „München gegen den Schlaganfall“. Auftakt war eine gemeinsame Presseveranstaltung mit den Initiatoren der Kampagne. Mit einer breit angelegten Aufklärungsaktion soll die Bevölkerung über die Signale eines Schlaganfalls aufgeklärt werden und ggf. im Notfall adäquat damit umgehen können.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion durch die Deutsche Stiftung Neurologie, dem Pharmaunternehmen Boehringer-Ingelheim, den vier Münchner Stroke Units, dem Bayerischen Verband Schlaganfallbetroffener e.V. und der AOK Bayern. In der Zeit vom Oktober 2010 bis März 2011 wurde mit Hinweisen auf Infoscreen-Leinwänden in der Münchner U-Bahn und am Hauptbahnhof, in der Allianz-Arena sowie auf Linienbussen die Bevölkerung informiert. Jeder Schlaganfall ist ein Notfall und damit ein Fall für den Notarzt. Typische Symptome eines Schlaganfalls sind plötzliche Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle oder Sehstörungen. Eine akute Schlaganfallversorgung erfolgt am besten in einer speziellen Schlaganfallstation, der sog. Stroke Unit, wie sie in München an vier Standorten, nämlich im Krankenhaus Bogenhausen, Klinikum Großadern der LMU München, Klinikum rechts der Isar der TU München und Krankenhaus Harlaching vorgehalten werden. Bei der Versorgung gilt es das optimale Zeitfenster vom Eintreten des Schlaganfalls bis zur Versorgung im Krankenhaus von drei Stunden einzuhalten. Nur so könne die Chance auf eine optimale Versorgung gewährleistet werden, so die medizinischen Experten der Stroke Units. In vielen Fällen könnten bei einer rechtzeitigen Behandlung in Stroke Units heute die Folgen eines Schlaganfalls abgemildert werden.

Am 22. Februar 2011 bestand in der Fußgängerzone der Stadt München den ganzen Tag über für die Bürger und Bürgerinnen die Gelegenheit, sich umfassend zum Thema Schlaganfall zu informieren. Kostenlose Untersuchungen wie Blutdruckmessungen, Knöchel-Arm-Index-Messungen zur Erkennung von peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten sowie Risikotests wurden von Neurologen angeboten und von Vielen dankbar angenommen.

Die Deutsche Stiftung Neurologie und der Bayerische Verband Schlaganfallbetroffener e.V. haben eine vergleichbare Aktion in Bayreuth durchgeführt.




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